PD Dr. med. Andreas Häffner

Dermatologie & Venerologie FMH

Allergologie & Klinische Immunologie FMH

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Omalizumab lindert chronische Urtikaria

Der monoklonale Antikörper Omalizumab, der seit 2005 als Xolair für die Zusatz­therapie beim allergischen Asthma bronchiale zugelassen ist, kann auch die Beschwerden einer chronischen idiopathischen oder spontanen Urtikaria (Nesselsucht) lindern.  Diese führt, zumeist ohne erkennbaren Grund, zu Schwellungen der Haut und der Schleimhaut. Eine Phase-III-Studie im New England Journal of Medicine (2013; doi: 10.1056/NEJMoa1215372) bestätigt die Erfahrungen früherer Studien.

Omalizumab ist ein Antikörper, der andere Antikörper bindet und neutralisiert. Er wurde entwickelt, um lösliche IgE-Antikörper im Blut und Interstitium abzufangen, bevor diese Mastzellen zur Degrenulation und zur Histaminfreisetzung veranlassen. Omalizumab kann so Symptome einer allergischen Reaktion verhindern. Omalizumab bindet jedoch auch an bestimmte IgE-Rezeptoren auf Mastzellen und basophilen Granulozyten, weil diese eine hohe Affinität zu den löslichen IgE-Antikörpern haben. Die genaue Wirkungsweise von Omalizumab bei chronischer Urtikaria ist unbekannt. Aufgrund der extrem hohen Kosten wird eine Urtikaria-Behandlung mit Omazilumab jedoch nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen. (Quelle)

 

Warum Wollpullover kratzen

Forscher an der Johns Hopkins Universität haben eine Untergruppe von Nervenzellen entdeckt, die dem Gehirn "Juckreiz" signalisieren. Die sogenannten Mg3-Neuronen reagieren selektiv auf Juckreiz-Signale in Mäusen, Werden sie ausgeschaltet, nehmen die Tiere weiterhin Schmerz wahr und reagieren adäquat, die Reaktion auf Juckreiz-Stimuli ist jedoch vermindert oder bleibt aus. Für Patienten mit quälendem chronischen Juckreiz hoffen die Wissenschaftler auf die Entwicklung von Medikamenten, die gezielt diese Nervensignale unterdrücken können. (Quelle)

Nickel gehört nicht in Tätowiermittel und Permanent Make-up

Nickel ist in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent Make-Up enthalten. Dies ist problematisch, da Nickel das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate ist. Menschen mit einer Nickelallergie können schwere, krankhafte Hautveränderungen entwickeln. „Weil sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen lassen, ist zu erwarten, dass die Rate von Nickelallergien in den kommenden Jahren zunehmen wird“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Nickel in Tätowiermitteln auf das technisch geringst mögliche Maß zu beschränken. Neben Nickel können Tätowiermittel weitere problematische Stoffe, wie beispielsweise krebserzeugende Azofarbstoffe und das allergene p-Phenylendiamin, enthalten. Um langfristig gesundheitlich unbedenkliche Tätowiermittel sicherzustellen, sollten nur bewertete und gesundheitlich unbedenkliche Stoffe in Tätowiermitteln verwendet werden. Bislang weiß man bei vielen Stoffen, die in Tätowiermitteln enthalten sein können, nicht, wie sie im Körper wirken. Herstellern und Inverkehrbringern von Tätowiermitteln liegen dazu oftmals keine Daten vor. (Quelle)